Rudolf Augstein, der im Jahr 2002 im Alter von 79 Jahren gestorben ist, war von 1947 an Herausgeber des Nachrichtenmagazins "DER SPIEGEL", Verleger und Unternehmer also. Aber seinem Selbstverständnis nach war er Journalist. So stand es in seinem Pass, und so fühlte er sich. Journalisten haben in der Geschichte vieles erreicht. Aber dass sie wohlhabend geworden wären, ist eher unüblich. Umso mehr Wert hat Rudolf Augstein darauf gelegt, dass mit dem Geld, das "DER SPIEGEL" ihm eingetragen hat, etwas Sinnvolles gemacht wird. Dies führte zur Gründung der Rudolf Augstein Stiftung.

Die gemeinnützige Stiftung versteht sich als Teil der Zivilgesellschaft. Sie fühlt sich Rudolf Augstein und seinem Engagement für den Qualitätsjournalismus, für die Künste sowie für benachteiligte Kinder und Jugendliche verbunden. Im Gedenken an ihren Gründer und Namensgeber nahm die Stiftung bürgerlichen Rechts im Jahr 2005 ihre Fördertätigkeit auf. Seither unterstützte sie mehr als 300 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund acht Millionen Euro.